Beginenhaus braucht jetzt „erste Hilfe“
Wasserschaden setzt gotischem Gebäude zu
[Allgäuer Zeitung, 24. Februar 2005]
Kempten (raf). Das denkmalgeschützte Beginenhaus in der Burgstraße
braucht dringend „erste Hilfe“: Über eine defekte Dachrinne
dringt Wasser in das Gebäude und droht größere Schäden
anzurichten. „Hier muss umgehend eine Notsicherung beginnen“,
schlägt Birgit Kata, die Vorsitzende des Fördervereins, Alarm.
Auch das Landesdenkmalamt dränge auf eine rasche Instandsetzung.
Geschätzte Kosten: rund 30 000 Euro.
Wie berichtet, will der Förderverein das Beginenhaus mitsamt Rückgebäude
in ein Zentrum für Frauenprojekte verwandeln. Dazu muss der mittelalterliche
Komplex aber erst ins Eigentum der Stadt übergehen. Bisheriger Besitzer
ist die Kaufbeurer Baufirma Dobler. Bereits seit längerem dringt
laut Kata über eine defekte Dachrinne im Innenhof-Bereich Wasser
ins Gebäude. „Seit einiger Zeit nimmt das jedoch dramatische
Formen an“, beklagt sie. Zuletzt hätten sich sogar innerhalb
des Gebäudes Eiszapfen gebildet. Zwar betreffe dies vorrangig einen
modernen Anbau. Dennoch bestehe akute Gefahr, dass auch die historische
Substanz angegriffen werde. „Darum muss bald etwas passieren“,
so Kata.
Webdesignerin Ilka Knöpfel hat für den Förderverein unentgeltlich
einen virtuellen Rundgang durchs Beginenhaus eingerichtet. (...)
Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer
Zeitung.
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15. März 2005
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